Heute war wieder so einer dieser Tage im Leben eines Hundehalters, auf die man gut verzichten könnte. Filou ist bzw. war krank bzw. hat Schmerzen und wir wissen nicht recht, was passiert war und woher die Schmerzen rührten. Wenn man nicht sprechen kann, ist es gar nicht so einfach, den Sachen auf den Grund zu gehen.
Eigentlich war heute Morgen noch alles ganz normal. Wir sind zur morgenlichen Runde aufgebrochen und Filou schien guter Dinge. Auffällig war im Nachhinein dann als erstes, dass er nach kurzem Weg schon wieder umkehren wollte. Das schob ich auf die kalte Witterung, vielleicht hatte Filou aber auch schon Schmerzen. Kurz bevor wir wieder zu Hause ankamen, blieb Filou dann stehen und begann durch Mark und Bein gehend zu Fiepen (das muss man mal gehört haben, furchtbar). Ich habe ihn dann sofort hochgehoben, was auch half, und dachte, dass es wegen des Streusalzes auf der Straße gewesen sei. Leider blieb Filou auch danach ganz gedrückt und hat sich in sein Körbchen verkrochen. Merkwürdig war aber, dass er nicht liegen geblieben ist, sondern eine gewisse Unruhe hatte.
Irgendwann war es meiner Mutter dann nicht geheuer und Sie ist zur Tierärztin gefahren, die meinte, es sei klar, dass Filou starke Schmerzen habe, vermutlich am rechten Hinterbein. Sie tippte auf eine Zerrung oder etwas ähnliches. Filou hat dann erst einmal pflanzliche Schmerzmittel genommen. Nur, dass Filou in solchen Situationen völlig appetitlos ist und selbst besondere Leckereien nicht anrühren mag. Mit Mühe und Not hat meine Mutter ihm dann die Hälfte der Dosis verabreichen können, was zur Besserung beigetragen hat. Ein Glück gibt es meine Mutter. Heute Abend als ich nach Hause kam, wurde ich aber zum Glück schon wieder freudig begrüßt. Wir waren trotzdem nochmal bei der Tierärztin, wo es für Filou eine kleine Schmerzspritze gab. Das Schlimmste scheint vorüber.
Es ist ein ganz unangenehmes Gefühl, nicht zu wissen, was genau los ist und das Gefühl zu haben, nicht wirklich helfen zu können. Ich leide da immer stark mit. Vielleicht hat er sich wirklich irgendwas “verrenkt” so wie er immer herumspringt und hoch und runter springt. Aber das Springen liegt so in seinem Naturell, das lässt sich nicht vollends unterbinden. Da er auffälliger Weise immer mal wieder etwas am rechten Hinterlauf hat, werde ich aber den Rat unserer wunderbaren Hundetrainerin von der Hundeschule Aschaffenburg, Frau Franzke, beherzigen und im nächsten Jahr einige Untersuchungen machen lassen, um auszuschließen, dass wirklich nichts verstecktes im Argen liegt.
Tja, auch das gehört zur Hundehaltung und sollte beim Hundekauf bedacht werden und fällt wohl unter Gebot Nr. 2.

